GKV-REFORM 2027 · ARBEITGEBER

Wenn sich die gesetzliche Versorgung verändert, sollte der Arbeitgeber nicht einfach zusehen.

Höhere Zuzahlungen, geringere Zuschüsse und steigender Kostendruck treffen zunächst die Beschäftigten. Für Arbeitgeber entsteht daraus eine neue Gestaltungsfrage: Was kann die GKV leisten, wo lohnt sich Optimierung und welche Versorgung sollte der Betrieb gezielt ergänzen?

NICHT NOCH EIN BENEFIT · EIN SYSTEM
1
Prüfen GKV-Kosten und bestehende Versorgung
2
Orientieren Beschäftigten einen neutralen Kassencheck anbieten
3
Ergänzen Nur dort zusätzliche Versorgung einsetzen, wo sie fehlt
4
Aktivieren Leistungen verständlich machen und Nutzung ermöglichen
System vor Maßnahme.
Erst verstehen. Dann investieren.
AB 1. JANUAR 2027 Mehr Eigenbeteiligung für GKV-Versicherte.

Die Reform verändert die Ausgangslage.

Gesetzliche Zuzahlungen steigen in zahlreichen Bereichen. Gleichzeitig sinkt beim Zahnersatz der Festzuschuss zur Regelversorgung. Die Belastungsgrenzen für Versicherte bleiben bestehen.

ARZNEIMITTEL
bis 15 €

Mindest- und Höchstzuzahlung steigen von 5/10 € auf 7,50/15 €.

KRANKENHAUS
15 € / Tag

Bei 28 Tagen entstehen bis zu 420 € statt bislang 280 €.

ZAHNERSATZ
50 %

Festzuschuss zur befundbezogenen Regelversorgung statt bisher 60 %.

ZUZAHLUNGEN
+50 %

Zahlreiche gesetzliche Zuzahlungsbeträge steigen.

Der Arbeitgeber kann diese gesetzlichen Änderungen nicht verhindern. Er kann aber beeinflussen, wie gut Beschäftigte informiert, orientiert und zusätzlich versorgt sind.

Nicht alles ist eine Arbeitgeberaufgabe. Aber einiges ist gestaltbar.

Was der Arbeitgeber nicht kann

  • gesetzliche Zuzahlungen abschaffen
  • den gesetzlichen Leistungskatalog verändern
  • Beschäftigte zu einer bestimmten Krankenkasse drängen
  • jeden individuellen Gesundheitsbedarf vorhersehen

Was der Arbeitgeber gestalten kann

  • seine eigene GKV-Kostenstruktur prüfen
  • einen neutralen Krankenkassenvergleich bereitstellen
  • Versorgungslücken gezielt ergänzen
  • Zugang zu Versorgung beschleunigen
  • Prävention und Familienunterstützung ermöglichen
  • vorhandene Leistungen sichtbar und nutzbar machen
SCHRITT 1

Bevor neues Budget eingesetzt wird: bestehende GKV-Struktur prüfen.

Unterschiedliche Zusatzbeiträge wirken nicht nur auf Beschäftigte. Auch Arbeitgeber tragen den kassenindividuellen Zusatzbeitrag grundsätzlich mit. Je nach Arbeitgeber können zusätzlich kassenspezifische Umlagesätze relevant sein.

GKV-KOSTENCHECK FÜR ARBEITGEBER Welche Größenordnung steckt möglicherweise bereits in Ihrer heutigen Krankenkassenstruktur?

Ein kostenloser Orientierungsrechner macht zunächst den Effekt unterschiedlicher Zusatzbeiträge sichtbar und ordnet U1/U2 ein.

GKV-Kostenpotenzial berechnen →

Betriebliche Gesundheitsreform heißt: vorhandene Systeme miteinander verbinden.

Nicht jede Leistung braucht ein neues Produkt. Entscheidend ist, welche Funktion im Versorgungssystem des Unternehmens tatsächlich fehlt.

€
PRÜFEN

GKV-Kostencheck

Arbeitgeberseitige Kostenpotenziale sichtbar machen. Erst rechnen, dann entscheiden.

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ORIENTIEREN

Krankenkassencheck

Beschäftigte vergleichen freiwillig Beitrag, Bonus und zusätzliche Leistungen. Die Kassenwahl bleibt ausschließlich beim Beschäftigten.

+
AKUT

Schneller Zugang

Unterstützung dann, wenn Beschäftigte gesundheitlich tatsächlich Hilfe benötigen. Orientierung statt Suchaufwand.

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ERGÄNZEN

Betriebliche Zusatzversorgung

bKV und weitere Leistungen dort einsetzen, wo eine echte Versorgungslücke oder ein relevanter Mehrwert besteht.

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VORBEUGEN

Prävention & Familie

Gesundheitsförderung, Prävention und Unterstützung im familiären Umfeld ergänzen die Akutversorgung.

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AKTIVIEREN

Kommunikation

Eine Leistung, die niemand kennt oder versteht, entfaltet kaum Wirkung. Nutzung gehört zum System.

Was zahle ich? Zusatzbeitrag vergleichen
Was bekomme ich? Bonus, Mehrleistungen und Service prüfen
Will ich wechseln? Der Beschäftigte entscheidet selbst
BESCHÄFTIGTE

Freie Kassenwahl bleibt freie Kassenwahl.

Der Arbeitgeber stellt lediglich einen neutralen Zugang bereit. Beschäftigte vergleichen selbstständig und entscheiden selbst, ob ihre bestehende Krankenkasse weiterhin die passende ist.

Beschäftigten-Kassencheck ansehen →

System vor Maßnahme.

Der häufigste Fehler ist, mit einer einzelnen Leistung zu beginnen: Fitness, bKV, Beratung, App, Präventionskurs. Die bessere Frage lautet zuerst: Welcher Engpass soll eigentlich gelöst werden?

Versorgung: Bekommen Beschäftigte schnell die richtige Hilfe?
Finanzen: Wo entstehen unnötige oder vermeidbare Kosten?
Nutzung: Werden vorhandene Leistungen überhaupt verstanden?
Wirkung: Was verändert sich tatsächlich im Arbeitgebererleben?

HR, Geschäftsführung und Interessenvertretung haben unterschiedliche Rollen.

Arbeitgeber / HR

Analysiert Kosten und Versorgung, entscheidet über betriebliche Leistungen und organisiert die Umsetzung.

Betriebsrat / Personalrat

Kann Transparenz, faire Zugänge und Beschäftigteninteressen in den Prozess einbringen und als Multiplikator wirken. Die individuelle Krankenkassenwahl bleibt davon unberührt.

Kostenpotenzial und Gesundheitsbudget gehören in dieselbe Betrachtung.

Ein rechnerisches GKV-Kostenpotenzial ist keine garantierte Finanzierung neuer Benefits. Es zeigt aber, über welche wirtschaftliche Größenordnung im Unternehmen gesprochen wird.

BESTEHENDE STRUKTUR mögliches GKV-Kostenpotenzial
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NEUE GESTALTUNG gezieltes Gesundheits- und Versorgungsbudget
Nicht als automatische Gegenfinanzierung, sondern als transparente wirtschaftliche Einordnung. Ein eigener Budgetrechner wird diese Größen später gegenüberstellen.

Der Weg zur betrieblichen Gesundheitsreform.

01 · ANALYSE
Ausgangslage

Kosten, Leistungen und vorhandene Systeme erfassen.

02 · ENGPASS
Priorität

Klären, wo Beschäftigte oder Organisation tatsächlich Unterstützung benötigen.

03 · ARCHITEKTUR
System bauen

Vorhandene und neue Bausteine sinnvoll miteinander verbinden.

04 · AKTIVIERUNG
Nutzbar machen

Kommunikation, Orientierung und einfacher Zugang.

05 · MESSUNG
Wirkung prüfen

Nutzung, Arbeitgebererleben und Veränderungen beobachten.

Wo beginnt man?

Nicht mit einem Produkt. Beginnen Sie mit der Frage, wo heute Kosten, Versorgung oder Nutzung unnötig schlecht zusammenpassen.

Fachlicher Hinweis

Die dargestellten Änderungen zur gesetzlichen Krankenversicherung beziehen sich auf die ab 2027 geltenden gesetzlichen Regelungen. Leistungen gesetzlicher Krankenkassen, Satzungsleistungen, Beitragssätze und Umlagesätze können sich verändern. Arbeitgeber- und Beschäftigtensituationen sind jeweils individuell zu prüfen. Die Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und stellen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Sozialversicherungsberatung dar. Quelle der dargestellten gesetzlichen Reforminhalte: Bundesministerium für Gesundheit und Sozialgesetzbuch V.